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Die Steuerberater:
News

ECA-Monat: Dezember 2023

Aktuelles zum Wirtschafts- und Steuerrecht

INTENTION VS. ATTENTION (KI & PERSÖNLICHES)

Klare Ziele und Aufmerksamkeit sind für Unternehmen entscheidend. Die digitale Transformation erfordert Flexibilität. Die Balance zwischen Intention und Attention ist erfolgskritisch in einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld.

Regelung seit Oktober 2023

Unternehmen jeder Größe können Kurzarbeit beantragen, wenn vorübergehende, externe wirtschaftliche Schwierigkeiten vorliegen. Kurzarbeit gilt für alle versicherungspflichtigen Mitarbeiter und Teilzeitkräfte. Einige Gruppen, wie Geringfügig Beschäftigte und Pensionäre, sind nicht förderbar. Regional wird die Arbeitsmarktlage geprüft, es sei denn, die Kurzarbeit dauert maximal drei Monate oder betrifft weniger als zehn Mitarbeiter.

Reduktion von 10 % bis maximal 90 %

Während Kurzarbeit kann die Arbeitszeit um 10-90 % reduziert werden. Arbeitnehmer erhalten 88 % des Bruttoentgelts (entspricht rund 90 % des letzten Nettoeinkommens). Arbeitgeber erhalten Kurzarbeitsbeihilfe vom AMS. Anträge müssen im Voraus gestellt werden. Kurzarbeitsprojekte dauern höchstens sechs Monate. Mitarbeiter reichen monatliche Abrechnungen beim AMS ein. (weitere Informationen siehe PDF)

Bei Geschäften zwischen Gesellschaftern und ihrer Gesellschaft ist Fremdüblichkeit entscheidend, um verdeckte Gewinnausschüttung und KESt-Belastung zu vermeiden. Eine solche liegt vor, wenn außerhalb der Gewinnausschüttung einem Gesellschafter oder nahestehenden Person ein Vermögensvorteil gewährt wird. Beispiele zeigen die komplexe Natur, wie im Fall einer durchgeleiteten verdeckten Ausschüttung. In einem realen Steuerverfahren entschied das Bundesfinanzgericht, dass der Verzicht der Gamma GmbH auf Regress gegenüber dem Gesellschafter der Alpha GmbH eine verdeckte Gewinnausschüttung darstellt. Die endgültige Klärung steht noch aus. (weitere Informationen siehe PDF)

Zuschuss zur Kinderbetreuung

Zuschüsse der Arbeitgeber zur Kinderbetreuung sind (bis zum 14. Lebensjahr des Kindes) bis EUR 2.000,00 steuerfrei möglich (bisher EUR 1.000,00).

Betriebskindergarten

Die Benützung eines betriebseigenen Kindergartens ist für die Mitarbeiter steuerfrei. Dies gilt auch dann, wenn betriebsfremde Personen ihre Kinder in dieser Einrichtung betreuen lassen können. > Hinweis: Ob diese Zuschüsse allerdings auch sozialversicherungsfrei sein werden, bleibt noch abzuwarten.

Kindermehrbetrag

(für Alleinverdiener bzw. Alleinerzieher mit geringem Einkommen) Der Kindermehrbetrag, der allen Erwerbstätigen auch als Negativsteuer ausgezahlt werden kann, wird von EUR 550,00 auf EUR 700,00 pro Kind erhöht. (weitere Informationen siehe PDF)

Vermietet der Eigentümer eine Immobilie vor Einräumen des Fruchtgenusses unbefristet, besteuert er die Mieteinnahmen. Nachträgliche Vermietung durch den Fruchtgenussberechtigten führt zu dessen Besteuerung. Fruchtgenussrechte sind innerhalb der Familie üblich.

Sachverhalt

1996: Eigentümer schließt Bestandvertrag mit Supermarkt. 2013: Eigentümer gewährt Sohn 10-jähriges Fruchtgenussrecht. 2015: Verhandlungen wegen Umbau, 2. Nachtrag. Sohn gibt Mieteinnahmen in Steuererklärung 2013 an. Nach Beschwerde bleiben Einkünfte Eigentümer zugeordnet.

Entscheidung des Bundesfinanzgerichts (BFG)

Das BFG bestätigt die Zurechnung der Einkünfte zum Fruchtgenussbesteller (Vater). Der Sohn trägt kein Unternehmerrisiko, da er nur den Mietvertrag aufrechterhält, ohne unternehmerische Initiative. (weitere Informationen siehe PDF)

Selbständige, die nach Pensionsantritt in einen anderen Staat ziehen, müssen die Besteuerung ihrer Pensionseinkünfte klären. Ein Beispiel mit einem Arzt, der nach Griechenland umzog, zeigt, dass die Besteuerung nach dem Doppelbesteuerungsabkommen im Ansässigkeitsstaat erfolgt. Damit entfällt die Besteuerung in Österreich. Bei Wohnsitzänderungen ist eine frühzeitige umfassende Beratung empfehlenswert. (weitere Informationen siehe PDF)

Der Dienstgeber muss sicherstellen, dass Mitarbeiter ihre Urlaubstage rechtzeitig nutzen. Das österreichische Urlaubsgesetz sieht einen jährlichen Anspruch von 25 Arbeitstagen vor, der nach zwei Jahren verfällt. Dienstgeber müssen die Mitarbeiter über die drohende Verjährung informieren, da andernfalls der Urlaubsanspruch nicht erlischt. Bei Dienstvertragsende müssen nicht genutzte Urlaubstage ersetzt werden. (weitere Informationen siehe PDF)